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„Ich zieh‘ dir die Schlappohren lang“

Wie Verbände für Hundetraining die Hundeerziehung modernisieren

 Jeder kann eigentlich Hundetrainer sein. Das Berufsfeld ist offen für jeden, die Bezeichnung keinesfalls reserviert. Oder wie es die bekannte Tierverhaltenstherapeutin Barbara Schöning vom BHV ausdrückt: „Jeder, der am Samstag Hund und Halter über die Wiese scheucht, darf sich Hundeausbilder nennen“. Mehrere Verbände versuchen seit Jahren, das Berufsfeld zu professionalisieren. In Potsdam vereinbarten erst Anfang 2013 der Internationale Berufsverband der Hundetrainer/innen e. V. (IBH), die Interessengemeinschaft Unabhängiger Hundeschulen e. V. (IG-Hundeschulen), der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV), die Akademie für Naturheilkunde AG (ATN), der Verband der Tierpsychologen und Tiertrainer e. V. (VDTT) sowie das TTEAM Gilde e. V. unter beratender Mitwirkung der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie e. V. (GTVMT) eine bundesweit in dieser Form einmalige Kooperation. Ziel ist eine „Bündelung der Kräfte“, um politischen Einfluss bei der Realisierung von Zertifizierungen und Anerkennungen geltend zu machen. Außerdem soll verbandsübergreifend ein einheitlich hohes Qualifikationsniveau von Hundetrainern und Menschen, die mit Hunden arbeiten, erarbeitet werden. Die Haltung der Verbände ist ganz klar: Hunde zu haben, ist mehr als die bloße Unterbringung eines Vierbeiners. Der Hund ist Sozialpartner, was ein hohes Maß an Verantwortung für das Tier erfordert – sowohl die Unterbringung als auch den Umgang betreffend, so der BHV. Verantwortung, die sich nicht auf tägliche Gassi-Runden, das Aufstellen des Futternapfes oder den Besuch beim Tierarzt reduziert. Eine erfolgreiche, nachhaltige Mensch-Hund-Beziehung bedingt eine fundierte Sachkunde beim Halter und das Bestreben, sich im Umgang mit dem Vierbeiner zu schulen und erworbenes Wissen zu festigen...

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